Weltkriege entstehen nicht von heute auf morgen.

Hier ein Kurzabriss nicht willkürlich ausgewählter geschichtlich fixierter Ereignisse. Darauf folgend ein Newsticker der Tage 27.11. – 30.11.2011 aus dem Internet.

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Johann Sebastian Bach – „Air Suite Nr. 3“

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Der Exodus – Auszug der Israelis aus Ägypten und die Verteilung der Juden über die ganze Welt. (um 1300 v. Chr.)



Die Eroberung „Roms“ über ganze Europäische Urstämme und der Vormarsch des Christentums in Europa (um 500 – 1500 n. Chr.)


Die „Entdeckung“ Amerikas und die „Missionierung“ der Indianer beginnt (1492 n.Chr.).


Großbritannien und Spanien kolonisiert die Welt – 2/5 der globalen Landflächen in britischer Hand (18. Jhd).

Die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung und ihre Folgen. (1776 n.Chr)


Der Dollar war von Anfang an als Währung für die Neue Weltordnung (NWO) gedacht.

Industrialisierung – der Kapitalismus schlägt meterhohe Wellen (Ende 19. Jahrhundert, frühes 20. Jahrhundert n.Chr.).


Marxismus als Gegenbewegung (1870-1924).

Fall der Monarchien – WKI (1914-18).


Arier und Juden – WKII (1938-42).

Die TV-Generation der 1950er-Jahre – das vierte Standbein der Demokratie als Kontrollmechanismus gewinnt an Einfluss.


Vietnam und die Hippies in den 1960ern.

Kalter Krieg (1970er, 80er)

Öffnung des „Eisernen Vorhangs“ 1989


WTC-Attentat – Bush-Regime – Afghanistan 2001.


Arabischer Frühling – Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien, Elfenbeinküste und Jordanien 2011.

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„Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.“
Albert Einstein.

27.11.2011

Die UN-Mission berichtet aus Libyen, dass der Umgang der neuen Behörden mit Häftlingen (Gegner des neuen Regimes) schweren Menschenrechtsverletzungen aufweisen. Es wird von Schlägen, Misshandlung, Schikanierung berichtet. In Haft sitzen Ausländer, Aufständische, Frauen und sogar Kinder. Aufständische verüben unter Beistand der Nato schwere Kriegsverbrechen gegen die Menschenrechte.

http://german.ruvr.ru/2011/11/24/60953499.html

29.11.2011

Edmond de Rothschild-Regime: Der Ölpreis von über 100$ pro Barrel Rohöl wird weiterhin nicht gesenkt. Die Rohölförderung in Libyen betrug unter dem Gaddaffi-Herrschaft 1,6 Millionen Barrel/Tag. Seit der Übernahme durch die revolutionäre Regierung sei die Förderung bereits wieder auf 7 Hunderttausend gestiegen. Das Ende des Arabischen Frühlings sei nicht abzusehen, daher sei eine weltweite Ölpreissenkung nicht sinnvoll. Zum Vergleich: 2004 betrug der Ölpreis bei etwas unter 40$/Barrel (Link verloren).

 

30.11.2011

Gleichzeitig ist in Europa die Euro-Währung entgültig willkürlicher Versuche zur Rettung der (nicht mehr vorhandenen) Stabilität der EU-Länder unterworfen. Gelesen wird von schwankenden Euroländern wie Italien und Spanien (nach Griechenland, Irland, Portugal), davon, dass alle Maßnahmen, um Griechenland vor einem Staatsbankrott zu bewahren, mehr und mehr aussichtslos scheinen, und die Finanzmärkte immer mehr Druck ausübten. Klar, und China will 40% Anteile des EU-Rettungsfallschirms (EFSF) aufkaufen, jedoch nicht ohne ausdrückliche Respektnahme des bei uns herrschenden amerikanischen Kapitalismus für den dort herrschenden totalitären Kommunismus.

http://www.presseurop.eu/de/content/topic/775271-panik-euroland

30.11.2011

Attentäter im Topkapi-Palast im türkischen Istanbul feuerte auf einen Wächter und einen Soldaten. Ob der Mann aus Syrien oder Libyen stammte, kann nicht klar festgestellt werden. Tatsache ist jedoch, dass der Außenminister Ahmet Davutoglu  zur selben Zeit in Ankara verkündete, dass die Türkei sich ab sofort den Sanktionen der Arabischen Liga, der EU und den USA gegen Syrien anschließen würde. Folgeattentate aus Syrien/Libyen/Iran, nebenbei feindliche Gesinnung von Islamisten aus Ägypten/Tunesien werden dort nun erwartet. Inländische Bankkonten aus Syrien werden eingefroren und ein Schutzzone auf syrischer Seite durch militärischen Einsatz ist nicht auszuschließen.

http://news.feed-reader.net/854-libyen.html#6608633

30.11.2011

Pakistan schaltet den britischen Nachrichtensender BBC ab. Die Behörden drohten gleichviel allen ausländischen Kabelsendern mit einem Sendeverbot, sollten diese „anti-pakistanische Programme“ ausstrahlen. Konkret wurde nach einem blutigen NATO-Angriff auf einen pakistanischen Grenzposten die Dokumentation „Secret Pakistan“ ausgestrahlt, die über vermeintliche Verbindungen Pakistans zu islamistische Terrorgruppen informiert. Mittlerweile kann der Sender BBC World in Pakistan nicht mehr empfangen werden. Der Konflikt zwischen Pakistan und dem Westen spitzt sich weiter zu.

http://german.ruvr.ru/2011/11/30/61272812.html

30.11.2011

Russland tritt mit NATO in Dialog, jedoch wurde dem Gipfeltreffen in Chicago noch nicht zugesagt, ehe Schritte zur Lösung der „vorhandenen Probleme“ nicht eingeleitet würden. Geschehe dies nicht, „… sei Russland gezwungen, eine adäquate Antwort auf den Aufbau der Raketenabwehr durch die USA in Europa (zu) geben.“, so das Außenministerium Russischer Föderation.

http://german.ruvr.ru/2011/11/30/61270516.html

30.11.2011

Israel. „Am Dienstag haben sich israelische und russische Delegationen im Außenministerium in Jerusalem für ein Treffen bezüglich strategischer Angelegenheiten zusammengefunden. Dabei wurden unter anderem die Übergabe von Waffen, die regionale Sicherheit und die Rüstungskontrolle diskutiert. Die russische Delegation wurde von Sergey Ryabkov (Bild), dem Außenminister der russischen Föderation, angeführt“

http://israelheute.com/Nachrichten/tabid/179/nid/23907/Default.aspx

Dies sind fragmentierte Auszüge aus den internetweiten News-Tickern. Es ist in einem solchen weltweiten Aufruhr nicht möglich, lückenfrei zu kommentieren. Die Geschichtsschreibung kommender Generationen werden das Ihre tun, um die unvermeidbaren Lücken optisch auszulöschein. Freilich ist all dies kein „persönlicher“ Augenzeugenbericht, jedoch zeichnet sich doch langsam ab, wer in diesem Krieg auf wessen Seite stehen wird (wer sich für das Fortschreiten des „Arabischen Frühlings“ in den nächsten Monaten interessiert, dem sei der Film „Phase 3″ schwerstens empfohlen…) – wenngleich es belanglos erscheint, nachher wird einzig und allein eines wichtig sein: dass wir daraus lernen, solche Machtinstrumente wie Öl, Geld, Waffen nie wieder so mächtig werden zu lassen. Wir alle sind „Erdianer“ und wir haben nur diesen Planeten. Himmelherrgott nochmal – ist es den Machthabern dieser Erde wirklich so wichtig, zu Gunsten von Macht, Kapital und unter großen planetaren Schmerzen erzeugter Energie die gesamte Insassenschaft dieses Planeten in die Knie zu zwingen? Wo ist der Notausgang? Wie finden wir eine Kehrtwendung raus aus diesen weltweiten skandalösen kriegerischen Aktivitäten?

tbc, Zielona

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Quellen Bilder:

Soldat mit Handy: http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00737/libyen_rebell_handy_737384c.jpg

Entwicklung der Rohölpreise: http://www.tecson.de/tl_files/pepesale/bilder_inhalt/oelhist.gif?version=1322680821

restliche Bilder: Quellink in description (click on image)

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P.S. Das Gaddaffi-Regime in Libyen war keineswegs so skandalös, wie es bei uns in den westlichen Medien dargestellt wurde (Kriegspropaganda???). Von mietzinsfreien Häusern und Wohnungen über kostenfreie Grundnahrungsmittel und kostengünstige „Luxus“ artikel bis hin zu billigsten Autos (und Ölprodukte versteht sich) war die Bevölkerung in Libyen reicher als mancher „westlicher“ Staat.

Aus Gaddaffis Testament:

Muammar Gaddafi bei Afrika-Gipfel (2005)     

O-Ton: „Obama will mich töten“

Seit 40 Jahren, oder ist es länger, ich kann mich nicht erinnern, tat ich alles, was ich konnte, um den Menschen Häuser, Spitäler, Schulen zu geben, und wenn sie hungrig waren, gab ich ihnen Essen. Ich wandelte sogar bei Bengasi die Wüste in Ackerland um; ich behauptete mich gegen die Attacken jenes Cowboys Reagan. Als er meine Adoptivtochter, die ein Waisenkind gewesen war, tötete, hatte er versucht, mich zu töten, stattdessen tötete er jenes arme, unschuldige Kind. Dann half ich meinen Brüdern und Schwestern aus Afrika mit Geld für die Afrikanische Union; tat alles, was ich konnte, um den Menschen das Konzept einer wahren Demokratie zu verstehen helfen, in der Einwohnerausschüsse unser Land regieren.

Aber das war nie genug, wie einige mir sagten, sogar Leute, die 10-Zimmer-Häuser, neue Anzüge und Wohnungseinrichtungen hatten, waren nie befriedigt. Da sie so egoistisch waren, wollten sie mehr, und sie sagten Amerikanern und anderen Besuchern, sie brauchten Demokratie“ und „Freiheit“ und realisierten nie, daß dies ein ruinöses System war, wo der größte Hund den Rest ißt. Aber sie waren verzaubert von jenen Worten und sahen nicht, daß es in Amerika keine kostenlose medizinische Versorgung, keine kostenlosen Spitäler, keine kostenlosen Wohnungen, keinen kostenlosen Unterricht und kein kostenloses Essen gib, es sei denn, die Menschen müssen betteln gehen oder in langen Schlangen für die Suppe anstehen.

Nein, egal was ich tat, für einige war es nie genug. Aber es gab andere, die wussten, daß ich der Sohn Gamal Abdel Nassers, des einzigen wahren arabischen und moslemischen Führers, war, den wir seit Saladin hatten, als er den Suezkanal für sein Volk forderte, wie ich Libyen für mein Volk forderte; es waren seine Schritte, denen ich folgen suchte, um mein Volk frei von kolonialer Herrschaft zu halten – frei von Dieben, die uns bestehlen würden.

Nun bin ich unter der Attacke der größten Macht der Militärgeschichte; mein kleiner afrikanischer Sohn, Obama, will mich töten, unserem Land die Freiheit wegnehmen, uns unsere kostenlosen Wohnungen, unsere kostenlose medizinische Versorgung, unsere kostenlosen Schulen, unser kostenloses Essen wegnehmen und sie durch Diebstahl in amerikanischem Stil, genannt „Kapitalismus“ ersetzen. Aber wir alle in der Dritten Welt wissen, was dies bedeutet: Es bedeutet, multinationale Firmen beherrschen die Länder, beherrschen die Welt, und die Völker leiden. Und so gibt es für mich keine Alternative, ich muß meine Stellung beziehen, und wenn es Allah gefällt, werde ich sterben, indem ich seinem Pfad folge, ein Pfad, der unser Land reich an Ackerland, an Nahrungsmitteln und an Gesundheit gemacht hat, und uns sogar erlaubt hat, unseren afrikanischen und arabischen Brüdern und Schwestern zu helfen, hier mit uns zu arbeiten, hier im libyschen Dschamahirija (Selbstverwaltungssystem).
Ich wünsche nicht zu sterben, aber wenn es dazu kommt, um dieses Land zu retten, alle die Tausende, die alle meine Kinder sind, dann sei es so.
Laßt dieses Testament meine Stimme an die Welt sein, daß ich den Kreuzritterattacken der NATO die Stirne geboten habe, daß ich mich gegen Grausamkeit, gegen Verrat, gegen den Westen und seine kolonialistischen Ambitionen erhoben habe, und daß ich an der Seite meiner afrikanischen Brüder, meiner wahren arabischen und moslemischen Brüder stand als ein Leuchtturm. Während andere Schlösser bauten, lebte ich in einem bescheidenen Haus, in einem Zelt. Nie vergaß ich meine Jugend in Sirte. Ich gab das nationale Vermögen nicht auf törichte Weise aus. Und wie Saladin, unser großer moslemischer Führer, der Jerusalem für den Islam rettete, nahm ich wenig für mich selbst…

Im Westen haben mich einige „geisteskrank“ und „verrückt“ genannt, und wenn sie auch die Wahrheit kennen, so fahren sie fort zu lügen. Sie wissen, daß unser Land unabhängig und frei ist, nicht unter der Faust des Kolonialismus, daß meine Vision, mein Weg klar und für mein Volk ist und gewesen ist, und daß ich bis zum letzten Atemzug kämpfen werde, um die Freiheit zu bewahren. Möge Allah der Allmächtige uns helfen, getreu und frei zu bleiben.
Tripolis , 5. April 2011

(Quelle: Professor Sam Hamod, Information Clearing House. deutsche Übersetzung in Pressespiegel Friedenskomitee 2000, Mai 2011)

Die/der Interessierte liest mehr auf http://xinos.wordpress.com/2011/10/23/gaddafis-politisches-testament/

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