Beifuß, Kraut der Götter

 

Bilder: Die eigene Jahresernte vor der Balkontür

Die Gstettn um die hiesige Schottergrube ist zwar voll davon, aber auch nur mit Fahrrad zu erreichen. Da wollen dann Baby, Hund und noch 2-5 Kinder mit, dann wirds schon schwierig, vor Allem, den RICHTIGEN Erntezeitpunkt zu erwischen grad. Meist fahr ich ja nach draußen, wenn es sich gerade ergibt von der häuslichen Dynamik her. Nicht immer war der Erntezeitpunkt heuer perfekt, oft war ich einfach „grad da“ und hatte die Auswahl zwischen „jetzt oder nie“ also nahm ich es.

Den Beifuß hier schickt mir – davon bin ich überzeugt – die Große Mutter. Selbst wäre ich nie auf diese wunderschöne harmonische Zusammenstellung gekommen. Einst stand hier das Tipi, wo ich für mein ungeborenes Kind vielerlei tat. „Dort wirst ewig an braunen Fleck in der Wiesn ham“, wurde behauptet! Sieht nicht ganz danach aus! 🙂 Wo die kleine Feuerstelle war, vergrub ich die Plazenta und setzte mit den Kindern einen Apfelbaum darauf. Schon bald fiel mir auf, dass rundum kein Gras wuchs, sondern etwas Anderes. Der Rasenmäher (Mietwohnungen) fuhr mehrmals darüber, ehe ich ein Blatt zwischen meinen Fingern verrieb *mmmmmmmm* klare Sache! Die Freude war groß und der Rasenmäher fährt jetzt nicht mehr darüber.

Erst langsam wurde mir klar, WOHER die Pflanze kam. Sie wurde von ein paar anfänglichen Blättchen immer mehr, immer dichter. Hier habe ich nämlich immer wieder auch gebetet und dazu Beifuß geräuchert. Ein schöneres Zeichen, als dass die Gebete Gehör gefunden haben, kann es für mich kaum geben.

Danke