Pariser Commune 1871 – kritisch betrachtet

Es ist mir ein lustiges Buch in die Hände gefallen, eine Art Comic für Erwachsene, und es nennt sich „Das Kapital für Anfänger“. Sehr zu empfehlen übrigens, da darin nicht nur ersichtlich wird, warum der „gerechte Lohn“ per se ein Mythos ist, und der Profit per definitionem zum Fallen verurteilt ist. Zum ersten Male in meinem Leben wurde mir der Begriff „MEHRWERT“ (z.B. noch immer im Sprachgebrauch: die „Mehrwertssteuer“, also Umsatzsteuer) anschaulich vor Augen geführt. Wer also nicht notwendigerweise politisch links ist, sich den gleichnamigen Wälzer von Karl Marx nur ungern im autodidakten Modus einvernehmen will, und dennoch die Essenz daraus gebrauchen kann (z.B. um zu verstehen, wieso in wirtschaftlichen Krisenzeiten immer Kriege angezettelt werden, oder wie es kam, dass unsere Vorfahren nicht nur ihres Landes, sondern schließlich auch ihrer Produktionsmittel enteignet wurden – woraufhin in ganz Europa binnen kürzester Zeit die Arbeiterklasse  von den Kapitalisten erschaffen wurde und vieles mehr…) dem sei dieses Büchlein wärmstens zu empfehlen.

Heute gibt es kaum Menschen, die auf Demonstrationen gehen, die nicht gleichzeitig von einem gewissen Licht-Schein, einem esoterischen, umgeben sind. Nicht selten wird eine Welle spürbar, die manchmal auch als die Fortsetzung der 1970er Jahre erkannt wird. Die Flower Power der Hippies ist unbestrittener Maßen eine der einflußreichsten und intensivsten Zeiten der Menschheitsgeschichte. Ihre Wurzeln aber liegen tiefer. Nicht, dass ich jetzt behaupten werde, dass die Subkultur der „Hippies“ mit denen der „Anarchisten“ oder anderer politisch radikaler Gruppierungen zu verwechseln wäre oder sowas. Die Pariser Kommune dürfte viel, VIEL MEHR als das gewesen sein. Wikipedia schreibt: „Die Nationalversammlung, die schließlich am 13. Februar 1871 in Bordeaux zusammentrat, war mit 450 von insgesamt 750 Abgeordneten royalistisch dominiert.“ Das, was im Geschichtsunterricht im Großen und Ganzen für Geschichte als militärisch-politischer Akt zur „Entstehung von Freiheit und Demokratie“ gelehrt wird, war und ist in Wahrheit als WIRTSCHAFTLICHER AKT zur Durchsetzung kapitalistischer Macht zu betrachten. Wie ging die Geschichte aus?

 

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Paris, 1868. Die industrielle Revolution hatte im Paris der 1860er Jahre gerade volle Fahrt aufgenommen. Der deutsch-französische Krieg von 1870/71, bei dem die Franzosen schwer verloren, woraufhin die Preußen Paris umzingelten, entzweite die innerpolitische Landschaft Frankreichs. Die republikanische Regierung (die erst kurz zuvor an die Macht kam — wie ist dies möglich, wenn „450 von insgesamt 750 Abgeordneten royalistisch“ abstimmten?…), verlegte damals sogar ihren Sitz von der Hauptstadt Paris nach VERSAILLES, da sie sich inzwischen von der Nationalgarde (die zu einem Gutteil aus kommunistisch-marxistischen Volksmilizen bestand) bedrängt fühlte.

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Die Milizen in Paris vereinigten sich und schufen binnen kürzester Zeit einen Organismus, der sich sehen lässt. Er nannte sich die Pariser Commune, weil er sich auf die ganze Stadt ausdehnte!!!! So wählten sie eine Art eigene, interne Regierung, die auf einer Selbstdiktatur der Arbeiterinnen und Arbeiter basierte. Die Frauen spielten an der ganzen Bewegung, dessen Zunder die monatelange Belagerung der Preußen und die darauf folgende Kapitulation der republikanischen Regierung war, eine maßgebliche Rolle. Mehr dazu in diesem interessanten Artikel hier.

 

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Karl Marx sah nun seine große Stunde gekommen. Endlich konnte er sich politisch frei bewegen, fand extrem fruchtbaren Boden für sein bis dato vollbrachtes Lebenswerk.Klingt romantisch oder? Wie ging es weiter? Wie ist es möglich, dass  die politische Landschaft Frankreichs bis heute stetig aber definiert rechts orientiert ist?

Die Pariser Commune wurde nach nur zwei Monaten im Mai 1871 blutigst niedergerungen. 20- oder 30-tausend Menschen kamen dabei ums Leben. Diese Schmerzen von damals sind uns heute vielleicht nicht mehr bewusst.

Audio Einstimmung hier: https://www.youtube.com/watch?v=A94_VzEMAfs

Immer noch ist diese SEHNSUCHT spürbar, eine ungewisse Sehnsucht nach Freiheit vielleicht. Oder nach Gemeinschaft. Wahrscheinlich ist es wichtig, die historischen Wunden wieder und wieder hervorzuholen, umzudrehen, anzusehen, zu würdigen um sie dann wieder ins Schatzkästchen der kollektiven Erinnerung zurückzulegen und —- DAS FEUER DER LEIDENSCHAFT IM HIER UND JETZT VERANKERN —- GEMEINSCHAFT LEBEN ist etwas äußerst Schwieriges.

Nicht zuletzt, da es einfach viele Mahnmale gibt – wenn man nur in die vergangenen fünfhundert Jahre zurückblickt, kommt man kaum an ihnen vorbei – die uns Menschen, die als Kollektiv in Freiheit leben wollten das Fürchten lehren sollten. Das ist gründlichst passiert. Dabei ist vielen Menschen zwar das Wort „ANGST“ ein Begriff. Doch würden sie nicht darauf kommen, dass sie selbst es sind, die diese Angst vor etwas Menschlich-Kollektivem vergegenwärtigen, weitertragen und immer noch verankern. Daher gilt es die Kraft und Ausdauer eines GANDHI einzusetzen in der Durchsetzung (siehe Hollenbach – keinen irgend gearteten politischen Extremismus, kein revolutionäres, system-stürzendes Gedankengut). Verbunden mit dem Herz und vor Allem dem Wissen, das uns durch MARX und die Erfahrung der Pariser Kommune zuteil wird, gehen wir einem FRIEDEN entgegen, der menschliches Sein zu würdigen weiß.

 

LOVE, PEACE AND FREEDOM TO ALL HUMAN- AND ALL OTHER FORM OF -BEING

Zielona

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Quellen:
google: https://www.google.at/search?q=pariser+kommune+1871&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=7G7-U7SYN9TVasyxgLgI&sqi=2&ved=0CEAQsAQ&biw=1535&bih=810#facrc=_&imgdii=ilY4lfDC5y-kLM%3A%3BkLIKA4A74Sn6oM%3BilY4lfDC5y-kLM%3A&imgrc=ilY4lfDC5y-kLM%253A%3BMq3oDewiyfb-dM%3Bhttp%253A%252F%252Fwww.linkswende.org%252Fimages%252Fstories%252Fthema%252Farbeitskampf%252FPariserKommuneBarricade18March1871.jpg%3Bhttp%253A%252F%252Fwww.linkswende.org%252F4594%252FDie-Geburtswehen-des-Kapitalismus-11-Die-Pariser-Kommune-1871%3B514%3B293

Bild1: http://www.linkswende.org/4594/Die-Geburtswehen-des-Kapitalismus-11-Die-Pariser-Kommune-1871

Bild2: http://www.sdaj-dortmund.de/files/2011/03/frauentag.jpg

Bild3: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-K0408-0301-001,_Berlin,_Namensgebung_Stra%C3%9Fe_der_Pariser_Kommune.jpg

Blog: http://antjeschrupp.com/2011/03/20/grund-zur-erinnerung-140-jahre-pariser-kommune/

Amazon: http://www.amazon.de/Das-Kapital-f%C3%BCr-Anf%C3%A4nger-sach-comic/dp/3499175479/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1409185591&sr=8-1&keywords=das+kapital+f%C3%BCr+anf%C3%A4nger

wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Pariser_Kommune

 

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Friedensmahnwache 25.08.2014 (Neumond)

Gestern abend 25.8.2014, Beginn meist zwischen 18:00 und 19:00 Uhr war wieder eine große Mahnwache in Wien, Linz, Graz, Salzburg, Villach, Dornbirn, Innsbruck sowie in vielen europäischen und weltweiten Städten.

www.friedensmahnwachen.at

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Teilnahme im Garten mit drei Kindern, sowie dem Opa, einer Freundin und ihrem Sohn, Nachbars Katze, ein paar Schmetterlingen, einer halbtoten Wespe (gefunden am Schlafzimmerboden) und Fliegen. Überall Fliegen – trotz der Kälte der Aluminiumwolken. Ich halte manchmal zu Hause eine Meditation ab – und mache so mit. Ich gehe dabei in einen semi-meditativen Zustand (neben den Kindern geht das, neben verkopften Mitmenschen nicht. Ein geschützter Ruhezustand kann schon öffnend sein, etwa in einem Garten oder so. Ich fokussiere mich auf den FRIEDEN IN MIR. Es gibt dazu ein paar Bilder wie eine weiße Taube, ein golden scheinendes Netz, das Frequenzen mit einfachsten Mitteln modulieren kann (ohne Harp o.dgl.). Am Meisten hilft mir aber das Bild, dass in so vielen Städten rund um mich jeden Montag freie friedliche Menschen zusammen kommen. Für den Frieden beten.

Was ist eigentlich bei dem Fukushima Kraftwerk auf der japanischen Insel nahe SENDAI momentan los? Haben wir dort schon „Androiden“ hingeschickt? Wie hoch sind die Strahlenwerte an der Westküste Amerikas? HOLY HOLLYWOOD dürfte wohl schon ziemlich verstrahlt sein. Macht sich irgendwer dort in den tragenden Rollen, in den erhabenen Positionen Gedanken?

Wer nun Putin ist, kann im Grunde auch ganz schnell erklärt werden, er ist von den USA zum Geheimdienstagenten ausgebildet worden. Heute, im August 2014, wirst Du ziemlich schnell in die „pro-Russische Ecke“ gestellt, wenn Du darauf hinweist, dass die westlichen Medien zeitweise etwas einseitig berichten. Im Grunde genommen haben wir es mit Kriegs propagnda der ersten Güteklasse zu tun. Sie ist bloß schon fortwährend präsent, und über die Jahrzehnte hast Du Dich an ihren Geschmack gewöhnt. Dort im „pro-Russischen Eck“ findest Du eine Mauerritze, durch die Du, wärst Du so klein wie ein Floh, auch einen direkten Durchgang durch die Zeit gefunden hättest. Im Grunde geht es in diesem Krieg um die Ostukraine und die in diesem bezeichnetem Landstrich ansässigen Menschen, welche vielleicht (!) im Schutze des „Exmannes“ Russland nur Souveränität sucht…? Ich meine, die westliche Kultur – ist sie nicht doch auf sehr viel Zwang aufgebaut worden? (nur eine Anregung zum Nachdenken…) Die ANASTASIA LANDSITZE sind nur eine Möglichkeit der menschlichen Organisation, sie sind es zumindest Wert, dass man einmal danach googled.

Eine Rede auf der Montagsmahnwache in Berlin / Sommer 2014 (link gerade noch gefunden 😉

Montagsmahnwache Linz: „Wir beginnen wieder miteinander zu sprechen!“

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Quellen: www.friedensmahnwachen.at

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