Tag- und Nachtgleiche im Südburgenland! (21.-23.3.2014)

Es war ein kurz entschlossenes Wochenende im Südburgenland bei unseren lieben Freunden in Inzenhof. Das Wetter war auch abends warm und optimal, um die Schlafstatt in unserem neuen KitschBus auszuprobieren. Meine drei Hasen haben wunderbar geschlafen, selbst der Jüngste schlief die ganze Nacht durch!

 

Wie es manchmal vorkommt, lese ich (meist im Internet) von einer bestimmten Veranstaltung, und kann nicht mehr aufhören, daran zu denken. So war es auch diesmal. In Inzenhof traf man sich nämlich unter dem Banner „Netzwerktreffen Südburgenland“. Hinter diesem unscheinbaren Titel verbarg sich denn ein familiärer Kreis, der es sich zur Aufgabe erklärt hat, im schönen Österreich ein – vielleicht sogar das erste richtige – ÖKODORF zu gründen.

Ein Stück weit außerhalb des eigentlichen Ortsverbandes stehen mehrere Zinshäuser, vielleicht aus den 1950ern oder 1960ern. Sie gruppieren sich um einen gemütlichen Parkplatz, welcher gleichzeitig für die Kinder eine geschützte Fläche zum Spielen bieten. In der Mitte dieses Platzes ein alter Brunnen, wie es scheint außer Funktion, auf dem zehn oder zwanzig Flaschen Essig stehen. Manche sind verschüttet, manche verschlossen, die meisten aber sind geöffnet. Schon beim Fahren auf der Autobahn sind mir die langen Kondensstreifen der Flugzeuge aufgefallen. Jedoch hier war der Himmel noch schön blau. Es war nur windig. Der Essig ist ein günstiger und hoch effektiver CHEM-BUSTER… vor Ort getestet und für gut befunden. Nur an den Essig-Geruch am Platz muss man sich wahrscheinlich erst gewöhnen. Jedenfalls werde ich es demnächst bei mir zu Hause austesten.

Es werden zwei Töpfe in den rund um die Häuser und den Parkplatz gelegenen Garten gebracht. Und über das Konzept des Vereins ORGANISMUS gesprochen. Es ist an der Zeit, die Politikerinnen und Politiker auf die positiven und durchaus auch publikumswirksamen Effekte neuartiger Strukturen wie etwa Co-Housing zu hinzuweisen. Die Lebensstrukturen, die solche Wahlgemeinschaften bieten, sind optimal für allein erziehende Mütter, aber auch für ältere Menschen, die sich selbst versorgen, denen aber oftmals der soziale Kontakt nach außen an solchen Plätzen leichter fällt.

Ein ganzes Dorf, besser gesagt mehrere solcher Dörfer, in ganz Österreich, ja, auf der ganzen Welt werden in den nächsten Jahren von diesem und anderen Vereinen und Organisationen gegründet.

Darum nennt man sie auch GLOBALE DÖRFER. Schwierigkeiten gibt es noch bei der Realisation, wenn es um Baubewilligungen für ungewöhnlich anmutende Objekte wie zb. runde Strohhäuser oder Baumhäuser geht. Zudem werden Menschen gesucht, die sich finanziell einbringen können und wollen. Die entstehenden Vereine, wie auch der befreundete Verein ORGANISMUS, stellen u.a. Plattformen für die verschiedenen Schlüsselelemente dar. Dies sind einerseits Menschen auf der Suche nach Gemeinschaft, aber auch Menschen, die gute Grundstücke zum Verkauf wissen, oder solche die welche besitzen. Natürlich kann man oftmals nicht einfach so den Familienbesitz für ein paar Groschen veräußern. Selbst viel Geld kommt für den Ideellen Wert von in Famlilienbesitz befindlichen Grund und Boden nicht auf. Aber selbst Teil eines zukunftsträchtigen Projektes werden, das Eingang in Politik und Wirtschaft findet und Zugang zu Kultur- und Innovationsförderungen erhält, klingt verlockend, gerade in einer Zeit, in der es gilt, Alternativen zu erschaffen und Strukturen vorzuleben.

_______________________________________________